In Bakau, dem Zentrum der meisten Aktionen von Help the poor and the needy e.V., erlebten dank eurer Hilfe dieses Jahr wieder viel Bedürftige eine bewegende Feier des Eid ul Fitr. Es war eine Zeit der Freude, des Gebets und der Solidarität, aber auch eine Zeit, um an diejenigen zu denken, die weniger Glück haben als wir. Inmitten der festlichen Atmosphäre stand wie jedes Jahr eine besondere Tradition im Mittelpunkt – die Verteilung von Fleischmahlzeiten an die Bedürftigsten.
Seit 2013 ist es für uns zur Gewohnheit geworden, zu diesem besonderen Anlass Bullen zu schlachten. Dieses Jahr konnten wir stolz verkünden, dass wir sechs prächtige Bullen für die Feierlichkeiten schächten konnten. Für viele der Empfänger dieser Mahlzeiten ist dies oft eine von zwei Gelegenheiten im Jahr, Fleisch zu essen, das Ramadanfest und das Opferfest. In einer Welt, in der Fleisch ein wichtiger Nährstofflieferant ist und gleichzeitig ein Symbol des Wohlstands und des Überflusses, ist es schwer vorstellbar, dass es Menschen gibt, die sich diese grundlegende Nahrung nicht leisten können.
In Gambia, wo die Preise für Lebensmittel unaufhaltsam steigen, stellt ein Kilogramm Fleisch oft einen Luxus dar, der sich viele nicht leisten können. Für viele Familien bedeutet der Kauf von Fleisch, das sie sich vielleicht gerade einmal ein- oder zweimal im Jahr leisten können, einen erheblichen Anteil ihres monatlichen Einkommens – manchmal bis zu 20%. Die jüngsten Preissteigerungen haben diese Situation noch verschärft, was es für die Ärmsten noch schwieriger macht, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken.
Die Tradition, Bullen zum Eid ul Fitr zu schlachten und das Fleisch an Bedürftige zu verteilen, ist daher viel mehr als nur eine Geste der Großzügigkeit. Es ist ein Akt der Solidarität, der zeigt, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen und uns um diejenigen kümmern, die weniger Glück haben als wir. Das Schlachten und Abpacken der Fleischpakete war gut organisiert und in nur wenigen Stunden vollbracht. Die Fleischtüten wurden zusammen mit dem Zakat-ul-Fitr-Reis ausgegeben, da auch dafür viel gespendet wurde und der Reis kurz vor dem Fest ausgegeben werden muss. Die Freude, die wir bei den Empfängern sehen konnten, als sie ihre Fleischpakete erhielten, war unbeschreiblich. Für viele von ihnen war dies eine seltene Gelegenheit, etwas zu essen, das für die meisten von uns selbstverständlich ist. In ihren Augen konnten wir Dankbarkeit, Freude und Hoffnung sehen – Dankbarkeit dafür, dass ihnen diese Mahlzeit gegeben wurde, Freude darüber, dass sie etwas so Wertvolles erhalten haben, und Hoffnung darauf, dass sich ihre Situation eines Tages verbessern wird. Noch Tage später erhielten wir Anrufe des Dankes und für die Spender wurde viel gebetet.
In einer Welt, die von Ungerechtigkeit und Ungleichheit geprägt ist, ist es wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass wir alle Teil einer größeren Gemeinschaft sind. Indem wir uns um diejenigen kümmern, die weniger Glück haben als wir, zeigen wir nicht nur unsere Menschlichkeit, sondern schaffen auch eine Welt, in der Solidarität und Mitgefühl herrschen. Die Tradition, Bullen zum Eid ul Fitr zu schlachten und das Fleisch an die Ärmsten zu verteilen, mag nur eine kleine Geste sein, aber sie hat eine große Bedeutung – sie erinnert uns daran, dass wir alle Teil eines größeren Ganzen sind und dass es unsere Pflicht ist, einander zu helfen und füreinander da zu sein. Ein großer Dank an alle, die dabei waren und dieses schöne Ereignis möglich gemacht haben.







