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Witwen

Reis in Gambia – Leben oder Untergang

Welche Bedeutung hat der Reis in Gambia Reis ist dort Bestandteil fast jeder warmen Mahlzeit. Er ist im Vergleich verhältnismäßig günstig zu anderen Getreidesorten und leicht verfügbar. So ist in Gambia, anders als in Deutschland Reis das Hauptnahrungsmittel. Morgens, mittags abends Reisgerichte zu essen ist die Regel. Die Armut einer Familie lässt sich daher am besten an der Verfügbarkeit von Reis messen. Nun unterliegt der den Weltmarktpreisen, anders als Gehälter und Miete. Dadurch kommt es zu einer Schieflage im gambischen System. Ein 50-Kilo-Sack Reis kostet… Weiterlesen »Reis in Gambia – Leben oder Untergang

Der Reisfonds

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In Gambia gibt es weder eine Witwen- und Waisenrente noch sonst irgendeine andere staatliche Versorgung für Witwen oder alleinstehende Frauen. Stirbt ein Mann einer jungen Frau, hat sie meist noch viele kleine Kinder, die sie versorgen muss und daher nicht arbeiten kann. Ältere Witwen verlassen sich da meist auf ihre erwachsenen Kinder, doch auch sie arbeiten oft aus Gründen fehlender Bildung nicht, oder sie schaffen es gerade so, ihre eigenen Kinder zu ernähren. So erklärt sich die Armut speziell bei den Witwen.

Warum das Witwen-Reis-Projekt so wichtig ist

Kaddy J. ein Beispiel von vielen

Kaddy’s Mann ist vor vielen Jahren gestorben und ihre Schwester und deren Mann vor ca. fünf Jahren. Seitdem kümmert sie sich hingebungsvoll um die drei Kinder (8,10,14) der Schwester. Sie selbst ist schon älter, Analphabetin, krank und auf einem Auge blind. Sie bekam ein Jahr lang von einem Sponsor einen monatlichen Reissack. Nach Beendigung der Reis-Patenschaft war sie so verzweifelt, dass sie nicht mehr wusste, wie sie die Kinder ernähren sollte. Sie glaubte die Information unserer Sekretärin nicht und wollte es von mir oder meinem Mann hören. Mein Mann rief sie dann an und erklärte es ihr. Sie verstand es und entschuldigte sich.

So oder so ähnlich geht es bei uns öfter zu. Manche bleiben den ganzen Tag im Büro sitzen in der Hoffnung, uns zu sehen und anzuflehen, auch wenn bekannt ist, dass wir wegen Terminen außerhalb nicht kommen werden.

Die Witwen und andere Bedürftige verlassen sich so sehr auf den Reis von uns, weil sie sonst hungern würden. Die Zutaten zum Essen bekommen sie aus ihrem Garten, von Freunden oder Nachbarn, aber für den monatlichen Sack Reis, der genauso viel Wert ist wie ein Monatsgehalt eines Arbeiters oder die monatliche Miete einer Einzimmerwohnung, reicht es eben einfach nicht.

Zur Geschichte des Reis-Projekts

Die Idee hatten wir 2016, als uns bewusst wurde, wie schlecht es den Witwen und Geschiedenen in Gambia geht. Zu diesem Thema sind bereits 3 Artikel auf unserem Blog erschienen. Hier der letzte Artikel zum Thema.

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Die Verlierer der Globalisierung in Gambia

Jede Entwicklung, und besonders Entwicklungen mit einer großen Tragweite, bringen sowohl Gewinner als auch Verlierer hervor. Da die Globalisierung jedoch nicht einem Masterplan folgt, sondern ein sich dynamisch entwickelndes Phänomen ist, bleiben immer auch Akteure zurück, denen dieses Szenario mehr schadet als hilft.
Doch um genauer in das Thema einzusteigen, schauen wir uns einmal an, was Globalisierung eigentlich ist.

Definition

Die gängigste Definition für Globalisierung lautet:
„Globalisierung ist die weltweite Verflechtung in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt und Kommunikation.“
Damit sich eine Verflechtung harmonisch darstellt, sollten seine Stränge gleichmäßig verteilt sein. Im übertragenen Sinne sollte es ein Geben und Nehmen sein, eine Kooperation gleichgestellter Partner. Doch der Globalisierungsprozess lehrt uns anderes. Die Chancen- und Handlungs-Asymmetrie aller Beteiligten ist unverkennbar.
Die wirtschaftlich stärkeren Länder geben den ärmeren Länder die Richtung vor, diese müssen sich fügen und sind so in der Weltwirtschaft die großen Verlierer.

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Ein Jahr später ….

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Eine liebe Freundin machte mich auf einen Artikel aufmerksam, den ich vor exakt einem Jahr geschrieben hatte. Es war ein kleiner Status Quo-Bericht über unsere Aktivitäten. Es ging unter anderem um unsere Studenten, die im September wieder die neuen Semester bezahlen müssen und um die Kurban-Schafe, die für das Opferfest gekauft wurden. Letztes Jahr waren es 48, dieses Jahr 105.

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Auf ein Wort!

So habe ich gelernt, kann man ein wichtiges Thema einleiten. Und es ist ein wichtiges Thema. Es geht um Witwen in Afrika, speziell in Gambia. Allein seit Ende Dezember haben uns 18 Witwen um Hilfe gebeten. Das wirft verständlicherweise Fragen auf.

Oft werde ich gefragt, warum und woran denn so viele Männer sterben, und ob es denn auch Witwer gibt. Auf diese und noch andere Punkte werde ich jetzt hier eingehen.

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